Lymph Taping (oder: Ödem-taping);

eine optimale Behandlung von Lymphödemen

Durch die spezifische Art des Tapens erzielt man eine stimulierende Wirkung auf Muskelpartien, Gelenke, Nerven- und Lymphsysteme.

Bei den Lymphtechniken wird durch die Elastizität des Tapes (CureTape) die Haut angehoben, so dass unter dem Tape mehr Raum und somit eine Druckreduzierung entsteht. Die Lymphe, die sich in Teilen des Interstitiums befinden, in dem ein erhöhter Druck besteht, werden jetzt in die Richtung fließen, in die der Druck niedriger ist. Hierdurch wird der Lymphfluß aktiviert.

Durch das Anheben der Haut in Kombination mit der Körperbewegung wird das Bindegewebe gelockert. Hierdurch öffnen sich die Klappen der initialen Lymphgefäße leichter und die Lymphflüssigkeit fließt schneller ab.

Eine weitere Wirkung des Tapes ist die Leitfunktion. Flüssigkeit hat die Eigenschaft sich entlang gewisser Leitbahnen zu bewegen. Das Tape sorgt so für eine schnellere Weiterleitung der Lymphe entlang der Leitstrukturen in die gewünschte Richtung.

Die genannten drei Wirkungsprinzipien sind die Basis einer 24 Stunden Drainage. Wichtig hierbei ist, dass das Tape korrekt angelegt wird, die Patienten sich leicht bewegen und zusätzlich eine manuelle Lymphdrainage stattfindet. Dies gewährleistet eine optimale Behandlung von Lymphödemen.

Mit der Medical-Taping-Methode wurden bei der Behandlung von Lymphödemen sehr gute Erfolge erzielt. Bei der Entfernung (Teilentfernung) von Lymphknoten bei einer Mastectomie konnte man schon innerhalb von wenigen Stunden eine Lymphödemabnahme beobachten.

Das Tape wird auf das Abflußgebiet des Ödems angebracht. Das spezielle Tape ist so geschaffen, dass es die gleiche Elastizität hat wie die menschliche Haut. (ca. 140%). Das Tape wird von proximal nach distal angelegt. Zuvor muß jedoch das zu behandelnde Gebiet in Vordehnung gebracht werden. Hierdurch wird der Lymphfluß 24 Stunden stimuliert. Dabei ist zu beachten, dass das Tape den gleichen Verlauf hat wie der Verlauf der Lymphgefäße.

Wie bereits erwähnt, wird die Haut angehoben wodurch sich die initialen Lymphgefäße besser öffnen können. Hierdurch findet eine Druckreduzierung statt. Zusätzlich wird das Tape zum Leiter für die Bindegewebsflüssigkeit.

 

 

 

Wilma Waters vom Taping Centre Curefit über das Medical Taping Concept: 
Nachdem mein Interesse am Medical Taping Concept geweckt war, begann ich vorsichtig in der Praxis mit der Anwendung. Die Reaktionen der Patienten, die ich behandelt habe, waren verblüffend. Es wurde nicht nur der Abfluß des Ödems verstärkt beeinflusst, sondern auch das fibrosierte Gewebe wurde deutlich weicher. Mit einer speziellen Tape-technik wurde bei Narbengewebe (nach operativen Eingriffen oder Bestrahlungen) eine deutliche Erweichung des betroffenen Gewebes erreicht.

 

 

 

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